Meine Hobbies

 

Mein Goldwing Motorradgespann

 

Nun war ich also da, bei meinem neuen Frauchen und Herrchen im Schwarzwald. Das dritte Mitglied in der Familie und schon hörte ich die Beiden beratschlagen. „Wie können wir denn unseren Gavin auf unsere Reisen mitnehmen?“

Gavin und seine GL1800

Meine GL1800 noch ohne Beiwagen

 

Ihr müsst wissen, dass meine beiden Familienchefs begeisterte Motorradfahrer sind. Jetzt also nicht so Rennmaschinen, sondern sie reisen durch Europa und das schon seit sehr langer Zeit. Ihre Reisen dokumentieren sie dann auf ihren beiden Webseiten alpentourer.de in Deutsch und alpentourer.com in Englisch.

Natürlich passe ich nicht in den Topcase oder in den Tankrucksack von ihrem Motorrad. Ich habe zwar schon Kumpels gesehen, die in Taschen mitreisen dürfen, das sieht aber blöd aus und die sind sowieso viel kleiner als ich. Im Auto habe ich ja Platz – jede Menge. Nun, ich war gespannt wie die Beiden das für mich lösen würden.

Jeden Tag hörte ich sie telefonieren und auf Ihren komischen silbernen Dingern rumklimpern. Die nennen sie MAC. Ab und an sehe ich da Kumpels drin, aber sonst echt langweilig. Dann sind wir eines Tages mit dem Auto losgefahren und haben Motorräder angeschaut.

Wie ich mitbekommen hatte, wollten mein Frauchen und Herrchen einen Wagen für mich an ihre Honda Varadero schrauben. Das wollte aber Herrchen nicht. Die Varadero hätte zu wenig Pferde. Pferde??? Für einen Motorradwagen bräuchte man Hubraum und Drehmoment, meinte Herrchen, denn Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen. Keine Ahnung was er da meinte, aber egal.

Naja, was soll ich sagen. Es blieb nicht beim Motorrad anschauen. Die Beiden sind dann auch Probe gefahren. Soviel habe ich mitbekommen. Eine BMW sechs Zylinder war ein echter Schuss in den Ofen. Total unbequem, ein Motorrad anscheinend ohne Charakter.

Gespann Rohbau

Meine GL1800 im Rohbau, sieht nicht mehr so schön aus wie vorher.

 

Was auch immer die Beiden meinten. Passte auf jeden Fall wohl nicht. Die Yamaha FJ war Herrchen zu klein, da bekam er anscheinend die langen Beine nicht unter, da zu groß. Doch dann kam der Tag der Tage. Sie fuhren eine GL1800 Goldwing. Danach haben beide gestrahlt wie Honigkuchenpferdchen.

Aber da gab es dann anscheinend wieder ein Problem, denn das Motorrad hatte gewisse Mängel und sie wollten genau dieses dann doch nicht kaufen. Also hat Herrchen wieder telefoniert und endlich eine englische GL1800 ABS US Modell Baujahr 2004 in Frankfurt aufgetrieben, in einer super schicken Farbe, rot Metallic Pearl Canyon Red und sie im Juni 2012 dann in Frankfurt bei H.M. abgeholt.

Von dem Tag an hat Herrchen nur noch wenig mit mir gespielt, weil er an der Goldwing rumgeschraubt hat. In England fährt man auf der falschen Straßenseite und deshalb mussten die Scheinwerfer gegen Rechtsfahrer Scheinwerfer getauscht werden.

Aber Gott sei Dank kam dann der Tag, da war die Honda Goldwing weg. Herrchen meinte, er habe sie zum Goldwing Doktor Giesbert Gass nach Malterdingen gebracht um sie komplett durchprüfen zu lassen, bevor der Beiwagen drangeschraubt wird. Was für ein Beiwagen? Und was für ein Doktor???

Es kam der Tag und wir fuhren nach Uhingen zu einer Firma Mobec. Dort roch es nach Motoröl, aber auch nach leckeren Keksen, die für die Gäste bereitstanden. Leider nicht für mich, Frauchen hat aufgepasst. Dort standen sehr viele seltsame Geräte herum und in und an denen roch es sehr interessant.

Mein Beiwagen bei Manni in der Werkstatt

Hier hänge ich mal wieder bei Manni in der Werkstatt rum. Keiner läßt mich mitarbeiten. Der knallrote Triton GT Beiwagen, das ist meiner. Der bekommt da gerade die Elektrik eingebaut.

 

Bei Mobec heißt der Chef Manfred. Mein Herrchen sagt nur Manni zu ihm. Der ist cool, weil der wollte mir einen Blaumann anziehen und mich mit arbeiten lassen, weil ich immer ganz interessiert zugeschaut habe, was die da so alle machen und ich war ganz brav und hab nur geschaut, was das für komische Fahrzeuge waren, nichts angerührt, oder kaputt gemacht.

Mein Herrchen hat mir erklärt, dass das Gespanne sind und die teilweise schon weit rumgekommen waren. Eines aus der Wüste Gobi, das roch lecker, aber nix drin für mich. Eines aus Norwegen, auch nicht zu verachten. Dann durfte ich auf einmal in einen der Wagen hüpfen und musste mich breit machen bis Frauchen sagte „das ist er“.

Ein Triton GT Beiwagen sollte es werden und der Umbau begann. Dies hieß dann für mich, dass wir alle vier Wochen nach Uhingen gefahren sind und uns angeschaut haben wie dort in der Werkstatt an den Gespannen rumgeschraubt wurde. Herrchen war auf alle Fälle von der Goldwing und dem Umbau begeistert.

Die Fotos hier zeigen dann mal die unterschiedlichen Bauphasen, damit Ihr Euch vorstellen könnt was mein Frauchen und Herrchen für einen Aufwand betreiben, nur damit ich Motorrad mitfahren kann. Frauchen hat dann die Finanzen geklärt und wurde stellvertretend für mich in die Papiere eingetragen, denn eigentlich ist das mein Gespann. Ich bin wahrscheinlich der einzige Collie mit einem eigenen Motorrad-Gespann. Cool was?

Dazu musste die Goldwing total entblättert werden. Das sah ziemlich schlimm aus die war total „nackt“, doch bei jedem Besuch konnte auch ich nach und nach erkennen, was da gebaut wurde. Dann endlich kam der große Tag und das neue Gespann wurde zu uns in den Schwarzwald geliefert. Herrchen hat dann das Gefährt gefahren, zuerst ohne mich. Er nannte das Testfahrt und ich kann bis heute nicht verstehen warum der dann stundenlang, nachdem er dann zurück war, so breit gegrinst hat. Herrchen fuhr viel auf Testfahrt.

Verschiedene Bauphasen

Die GL1800 bekam einen Hilsrahmen, der das ganze Mopped wie eine Badewanne umfasst

Voll die fette Hinterradpelle mit Scheibenbremse und natürlich ABS

Auch mein Beiwagen wird gebremst und ist super komfortabel gefedert mit Bilstein Gasdruckdämpfern

Ich versteh’ überhaupt nicht was mein Herrchen an diesem Motorrad mit dem Beiwagen so toll findet. Wenn ich mir die Fotos hier oben anschaue, so ist das für mich lediglich ein Haufen Metall mit Kabel und Gummi und riecht auch noch so seltsam. Frauchen und Herrchen meinen jedoch, dass eine EML Extenso-Dive Gabel mit Bielstein Gasdruckdämpfern das Beste ist was man bekommen kann und die breiten Autoreifen so richtig Grip hätten. Ich merke nur wenn Frauchen Gas gibt, dass es mich ganz schön in den Sitz drückt wenn ich die Nase in den Wind halte.

Und dann durfte ich in den Beiwagen einziehen. Das war super. Ich fand darin Hundekräcker, Würstchen, Leckereien und es roch darin so gut. Dann durfte ich auch mit auf Testfahrt. Aber natürlich nur mit meiner coolen neuen Hundebrille. Natürlich nicht so ein Modeschnick-Schnack, sondern das Original, das auch von den Lawinenhunden getragen wird und wirklich schützt vor UV-Strahlung und Windzug. Damit sehe ich aber obercool aus.

Gavin mit BrilleIch habe übrigens zwei von diesen coolen Brillen. Eine zum Anstinken bei den Mädels, die ist mit blauen verspiegelten Gläsern für die Alpen und den Hochsommer und eine mit braunen Gläsern für Tage wo es nicht so ein grelles Tageslicht gibt.

Herrchen musste die Riemen ein wenig umnähen, da ich wegen meiner langen Schnauze oben rum ein wenig schlank bin. Nun passt das Teil aber wie angegossen und es ist super angenehm es zu tragen. Ausserdem bekomme ich immer Leckerlies wenn ich das coole Ding trage. Daher mache ich es auch gerne, denn ich weiss ja dass Frauchen es immer nur gut mit mir meint.

Solltet Ihr auch Interesse an einer echt gesunden und coolen Brille haben, für Euren vierbeinigen Partner, dann hier für interessierte Frauchen und Herrchen der Link: dog-goes.com

Wir werden dann im Frühjahr 2013 zu dritt das erste mal auf eine mehrtägig Tour gehen, mit dem Gespann. Darauf freue ich mich schon ganz doll, denn die erste Reise wird nach Irland gehen. Herrchen, Frauchen und ich in meinem Motorrad-Gespann. Ich übe jetzt schon mich mit Schafen anfreunden (unsere Nachbarin hat 4 Stück), denn mein Frauchen sagt in Irland gibt es ganz viele von denen und die laufen da teilweise frei herum auf großen Flächen. Ich bin ja ein Hütehund, aber im Moment weiß ich noch nicht so richtig, wer da eigentlich wen in Schach hält, aber ich werde es noch früh genug heraus bekommen, wie die Schafe das machen was ich will und nicht umgekehrt....hoffe ich doch zumindest.

So, nun wird mein Gespann nochmals bei Manni in der Werkstatt überprüft und der 1.000er Kundendienst gemacht, sagt Herrchen. Wartung ist immer wichtig, sagt Herrchen, schon damit Frauchen mit mir sicher durch Europa gurken kann. Ich bin schon richtig gespannt darauf. So ihr Lieben, das wäre jetzt soweit erst mal genug was ich über mein neues Gefährt berichten kann. Frauchen fährt zwar noch ein wenig eckig damit, aber ich denke das wird sich mit der Zeit geben. Ist ja auch nicht so ganz einfach wie Fahrrad fahren - Oder?

 

Mein Herrchen und ich in meinem Beiwagen. Geht zwar, aber Herrchen macht sich immer voll fett.
Gott sei Dank fährt er sein eigenes Mopped.

Zum Schluss noch eine Ansage. Ich werde ganz viele Fotos und Reiseberichte für Euch aus Irland mitbringen.
Mein großes Collie Ehrenwort.

Euer Gavin

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